Über mich

jenseits der 50 

auferstanden zwischen Ruhrgebiet und Münsterland 

Volkswirt * Thailandliebhaber * Horrorautor 

Nun liegen über sechs Jahre seit Veröffentlichung meines ersten Hardcore-Schockers zurück. Inzwischen sind es fünf extreme Romane geworden, die aktuell beim Redrum-Verlag erscheinen, einer davon im Team mit der Autorenkollegin Asmodina Tear. Daneben gibt es kürzere Geschichten von mir in verschiedenen Anthologien und weitere Schreibprojekte stecken in der Pipeline.

'Hart, härter, am Pjotr X-igsten' heißt dabei die Maxime. 
Was ich schreibe, ist inhaltlich am ehesten als Torture Porn einzuordnen. Selbst bezeichne ich es gerne als ‚Snuff-Story‘. 

Meine Philosophie des Torture Porns

Bei mir zu Hause findet man keine bewusstseinsverändernde Substanzen und auch keinen Folterkeller. Die meisten Jahre meines Lebens habe ich als biederer Anzugsträger verbracht. Aber seit jeher hat mich das Extreme gereizt. Normalerweise gebe ich mich mit dem Durchschnitt nicht zufrieden, ich versuche das mal so zu umschreiben: Ein normaler Porno langweilt mich, es sollte Gangbang oder Bondage sein. Aber gleich hier betone ich: Es gibt Dinge, die mich ausschließlich in fiktiver Form interessieren. Das heißt, bei den Szenen, die ich beschreibe, handelt es sich nicht um eigene Fantasien zum Ausleben, geschweige denn um irgendetwas, das zum Nachmachen animieren soll.

Persönlich habe ich eine weltoffene Lebensphilosophie. Ich versuche andere Meinungen und vor allem andere Menschen zu akzeptieren. Jeder hat es verdient, auf dieser Erde zu leben!

Genauso erwarte ich, dem entsprechend, auch Akzeptanz für extreme Literatur. Es ist eine der Aufgaben von Kunst und Literatur, die Realität in ihrer krassen Wahrheit darzustellen. Dazu gehören auch schreckliche Dinge, die in einem irrealen Szenario aufgearbeitet, vielleicht leichter erträglich sind. Vergessen wir nie, dass die Wirklichkeit viel brutaler ist. Unsere Großeltern mussten es im zweiten Weitkrieg erleben und auch dieses Jahr werden unzählige Menschen in unsinnigen bewaffneten Konflikten sterben und es verhungern Menschen auf unserem Planeten. 

 

Warum schreibe ich nun die Abartigkeiten, die ich schreibe? 

 

Weil es Spaß macht. Beruflich bedingt habe ich lange Zeit kaum gelesen. Ich habe schließlich gezielt nach Storys gesucht, die in meiner seltenen freien Zeit einen besonderen Kick auslösten. Fündig geworden bin ich auf pornografischen Seiten und in Horrorforen auf denen ‚Extrem’ stand. 

 

Da ich immer gerne geschrieben habe, startete ich selbst einen Versuch mit einer Kurzgeschichte, Isabels Akt, dessen Feedback mich anspornte, weiter solche Inhalte zu schreiben. Zunächst habe ich parallel mehrere Ideen aufgegriffen, an denen ich stückweise geschrieben habe. Daraus sind zwei meiner heutigen Romane entstanden, nämlich »USA 2084« und »Courtneys Passion«.

 

Ich will einfach konsequent die Themen ausschöpfen und zu Ende führen. Normalerweise wird ausgeblendet, bevor die Kettensäge angesetzt wird. – Aber sein wir ehrlich: Auch wenn wir erleichtert sein mögen, dass uns das Angedeutete erspart bleibt … neugierig sind wir doch. 

Warum gehen Leute zu einem Boxkampf? 

Weil sie guten Sport sehen wollen? – Oder wollen sie vielleicht Blut sehen? 

 

Bei Pjotr X wird nichts ausgeblendet. Ich versuche dabei, nicht aus sadistischer Perspektive zu erzählen, sondern meist aus Sicht des Opfers, dessen Gefühlswelt ich bis zum Schluss einfangen möchte. 

 

Dazu interessieren mich die Handlungsmotive aller Beteiligten. In der realen Welt gibt es meist kein direktes Gut und Böse, deshalb sucht man danach auch vergeblich in meinen Geschichten. Die Figuren sind so, wie sie in ihre Welt geboren wurden. Demnach handeln sie  so, wie sie es gewöhnt sind und für richtig halten.

Mir liegt es fern, große Weltveränderungsszenarien zu kreieren. Dennoch wird der aufmerksame Leser einiges an Anspielungen und auch Gesellschaftskritik entdecken, wenn er genau hinschaut. Aber das muss er nicht unbedingt. In erster Linie sind die Geschichten dazu geschrieben, um zu schockieren und zu erschrecken. That's Pjotr X!

 

Ist es legitim, solche Geschichten zu schreiben? 

 

Klar, sonst würde es so etwas ja nicht geben. Sicher gibt es ethische und rechtliche Grenzen, die ein Autor einhalten sollte. Leider ist es schwer, diese zu definieren und auch variieren diese zwischen unterschiedlichen Kulturkreisen. In Deutschland gibt es recht eindeutige Vorgaben für das verbreiten von Pädophilie und Sodomie.
Bei Gewaltverherrlichung wird die Abwägung zwischen künstlerischer  Freiheit und Zensur bereits schwieriger. 

Das ist nun meine persönliche Meinung: Grundsätzlich sollte der künstlerischen Freiheit maximaler Freiraum geboten sein, wobei gewisse Einschränkungen akzeptabel sind. Zum Beispiel wenn die künstlerische Freiheit missbraucht wird, um persönliche oder politische Hassbotschaften auszusenden. Erst recht, wenn konkrete, ernst gemeinte Appelle zu Straftaten darin enthalten sind. Fiktive Handlung beinhalten in der Regel solche Botschaften nicht. Deshalb sollte hier die Fantasie möglichst nicht beschränkt werden. 

Niemand wird gezwungen, sich einen Film anzuschauen oder ein Buch zu lesen, dessen Inhalt er ablehnt. Nur weil einem selbst etwas nicht gefällt, sollte man anderen nicht den Spaß daran verderben. Das ist ein Verhalten, typisch für Fanatiker und Eiferer, denen man gerne fehlende Weltoffenheit attestiert. Verbote schaffen das Verbotene nicht aus der Welt, denn die Gedanken sind frei und können nicht verboten werden.